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Lübecker Komponisten der Belle Epoque, trio con brio

Lübeck hatte im 19. Jahrhundert ein reichhaltiges Musikleben. Nicht nur die ernste Musik, auch die unterhaltsame Musik hatte einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Aus Thomas Manns Roman Buddenbrooks und anderen literarischen Dokumenten erhalten wir ein lebensnahes Bild des bürgerlichen Kulturlebens. Lübecker Musikverlage, wie Kaibel, Kloth und Möller waren Herausgeber vieler Musikwerke die wir heute zumeist dem Genre der Salonmusik zurechnen. Es waren teils klingende Zeitdokumente, wie Lübeck-Eutin Eisenbahngalopp oder Die Erstürmung des Schwartauer Schlagbaumes, aber auch Musik für die Ballsaison, wie der Wiener Walzer von Grammann oder Kompositionen Lübecker Stadtmusiker. Interessant sind auch die Werke des englischen Komponisten Harmston. Er war nicht nur als Musiker tätig sondern auch als Fotograf, zahlreich historische Bilder Lübecks stammen von ihm. Die Werke sind zum Teil seit fast 100 Jahren nicht mehr gespielt worden, einige sogar nur als Handschriften überliefert. Die drei Musiker des Ensembles trio con brio, Anna Silke Reichwein, Inessa Tsepkova und Martin Karl-Wagner haben begonnen diese Musikwerke, größtenteils aus dem Archiv der Stadtbibliothek, zu erschließen.

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